Die Pilgertäubchen
Die große Klöppeltaube mit einem Gesamtmaß von über 10×13 m ist im Rahmen der konkreten Fördermittelbedingungen in das Eigentum der Kirche übergegangen. Zusätzlich ist ihr Einsatz durch die Förderlogik auf Kirchgemeinden im Fördergebiet begrenzt. Die schiere Größe der Arbeit bringt zudem erhebliche logistische Anforderungen an Standort und Aufbau mit sich. Einer wie von der Kirche eingeforderten pauschalen Zustimmung zur Vermietung ohne vorherige Möglichkeit, den Ort, Entleiher und die Umstände zu prüfen, habe ich außerdem nicht zugestimmt. Die Kirche wiederum nahm die Möglichkeit der Einzelfallprüfung nicht an.
In vielen Begegnungen, Rückmeldungen und Gesprächen wurde jedoch deutlich, dass sie etwas berührt in den Menschen. Genau daraus ist für mich das sehr lebendige Gefühl entstanden, dass die Arbeit am Projekt weitergehen soll.
Aus all diesen Erfahrungen habe ich eine kleinere, mobile Version entwickelt, in einem Format von ca. 2 x 3 m zzgl. Zweig. Sie trägt die Idee der großen Taube in sich weiter, aber in einer Form, die leichter zu handhaben ist und sich auf Reisen begeben kann, Sie ist dafür gedacht, Menschen zu begegnen und sich in neue Orte einzufügen. Auch eine noch kleinere entsteht.
Diese Tauben stelle ich aktuell kostenfrei zur Verfügung, weil mir wichtig ist, dass dieses Projekt lebendig bleibt. Es sind bereits die ersten Ideen, wie dieses Projekt sich langfristig tragen könnte.
Neben diesen neuen Tauben entstehen die ersten Pilgertäubchentauschstationen. Sie machen Menschen und Orte voller Engagement und Herzblut sichtbar. Das erste kleine Gewächshaus für den kleinen Frieden steht im Herrenhaus Auerhammer. Bring eins, nimm eins, trag es in die Welt. Und die nächsten Täubchenstationen sind bereits in Planung. Hier kann man bald Täubchen sammeln und dabei tolle Menschen und tolle Orte kennenlernen.
Zusätzlich soll ein digitaler Schwarm wachsen. Faltet, klöppelt, strickt, häkelt, schneidet, backt, zeichnet oder was auch immer, euer eigenes Täubchen und teilt die Bilder mit der Welt. Markiert mich (Anett Schuster (Facebook) oder auf Instagram als Collab @schwaermerei2025 oder @anett_schuster und lasst die Täubchen schwärmen. Grüßt von den Orten der Täubchen oder sendet mit eurem eigenen Täubchen einen Gruß dahin.
Das ganze ist ein Gemeinschaftsprojekt. Wie in Wildbach soll aus vielen kleinen Taten und Täubchen etwas Großes sichtbar werden – das Engagement und Herzblut der Menschen vor Ort, aber auch wie groß eine Gemeinschaft aus vielen kleinen Dingen wachsen kann. Seid ihr auch hier ein Täubchen im Schwarm?